Das Zebu und der Sommelier – Zebundus und Weingut Zwölberich-Abend

(Bilder: Zebundus und Weingut im Zwölberich)

Ergänzung vom 17. Juli 2011:

Die Zebundus-Philosophie ruht auf zwei Säulen: der anspruchsvolle Gaumen hat schon vieles gekostet – ihn will man geschmacklich immer wieder aufs Neue überraschen. Andererseits liegt ein Hauptaugenmerk auf der Erhaltung einer einzigartigen biosphärischen Schutzzone. Was liegt da also näher, als diese beiden Anliegen miteinander zu verbinden und Ihnen regionale, hochwertige Topprodukte anzubieten. Hinter Zebundus stehen Genießer und Feinschmecker aus Leidenschaft, mit Erfahrung in Feinkost, Wirtschaft und Gastronomie. Inmitten des Biosphärengebiets Schwäbische Alb liegt Zainingen. Die Schönheit und Einzigartigkeit dieses von der UNESCO geschützten landschaftlichen Kulturraums bietet ideale Voraussetzungen zur Haltung und Zucht von Nutztieren. Zainingen liegt auf gleicher Meereshöhe wie Kitzbühel und bietet Mensch und Tier ein mildes Reizklima, das einen ausgesprochen positiven Einfluss auf das körperliche und seelische Wohlbefinden hat. Ebenfalls mitten im Herzen des Biosphärengebietes befindet sich unser Zuchthof mit seinen weitläufigen, ursprünglichen Weiden. Nun können Sie zahlreiche Zebundus-Produkte sowohl direkt im Zunft[werk] in der Berliner Arminiusmarkthalle, wie auch online bundesweit im Zunft[werk]-Onlineshop bestellen.

Feedback zur Veranstaltung:

O-Ton Yiannis HD Kaufmann: … was haben diese beiden Dinge nur miteinander zu tun? Die Verbindung ergab sich bei einem wunderbaren Degustationsmenue, das slow-food-Koch Franz Pozelt am vergangenen Freitag wieder in der Arminius[Zunft]halle in Berlin präsentierte.

Mit einem gewissen Schwerpunkt beim Zebu, dem Wildrind, das in Deutschland (nicht nur) auf der Schwäbischen Alb gezüchtet wird. Dort agiert ‘Zebundus’ und als fachkundiger Kommentator war von dort Joachim Fitzner gekommen. So konnten viele Informationen zum ganz besonderen Fleisch sofort und direkt gegeben werden.

Und Sommelier Ralph Martin hatte zum Menue und drum herum wieder eine Weinauswahl zusammengestellt, die auch geschmackliche Erlebnisse ermöglichte. Zu diesem Abend übrigens alles vom Demeter-Weingut im Zwölberich (Nahe).

Nach dem Willkommensschluck, einem süffigen und leicht fruchtigen 2009er Portugieser Secco, der gerade oder auch trotz der nachzulesenden ‘Trockenheit’ den Weg auf jeden in der Sonne liegenden Balkon schaffen sollte (auf meinen hat er es schon geschafft), begann der kulinarische Abend mit einer Ochsenschwanzessenz vom Zebu-Rind mit Spargelspitzen.
Ein sehr angenehmes und intensives Aroma, das neue Geschmackserlebnisse ermöglichte. Die vom Gault Millau-Hauben-Besitzer Franz Pozelt sicher aus Gutmütigkeit beigefügten Spargelspitzen waren dabei nett, aber es hätte sie auch niemand vermisst.
Dazu gab es einen trockenen, frischen 2009er Guldentaler Rosenteich – einen mineralisch schmeckenden Weißburgunder, der nach Meinung des Autors sehr gut passte. Und auch reichlich nachgefragt wurde.

Als ersten Hauptgang hatte sich der Koch für Spargel in Kräutergelee auf einem Carpaccio vom Zebu-Rind entschieden. Mit einem höchst aufregenden Geschmack beim Kräutergelee und vielen Ahhhs und Ohhhs beim Zebu-Carpaccio. Dieses Fleisch ist schon von der sehr eigenen (und ohne Zufütterung auskommenden) Ernährung der Tiere her mit einem ganz außergewöhnlichen Aroma gesegnet. Intensiver als Rind, nicht so eigenwillig wie Wild und im Mund trotzdem ein Erlebnis.
Als Begleitung im Glas gab es dazu von den Zwölberichs angebaut und von Sommelier Ralph Martin launig präsentiert einen 2009er Silvaner mit Namen Langenlohnsheimer Steinchen. Trocken ausgebaut und trotz seines eigenen Geschmacks ohne Beeinträchtigung des Carpaccio. Es passte erstklassig zusammen und etliche Flaschen liegen auch schon in meinem Weinkeller.

Der nachfolgende Tafelspitz war von außergwöhnlich guter Qualität. Beim dazu präsentierten gebackenen Spargel an Zitronen-Kresse-Sauce hatte sich der experimentierfreudige Franz möglicherweise aufs kulinarische Glatteis gewagt und so ganz ohne kleine Ausrutscher kam er dabei nicht ans Ufer …
Mit dem begleitenden und ganz jungen 2010er Rivaner, ebenfalls aus der Lage Langenlohnsheimer Steinchen, hatte sich der Sommelier ebenfalls ins geschmackliche Versuchslabor begeben – der im Abgang sehr eigenwillige Tropfen braucht sicher seine ganz eigenen Fans.

Eine schöpferische Pause wurde eingeschoben, das Publikum lehnte sich wohlig zurück und widmete sich drei ‘Pausenweinen’:

Voller Power ein 2008er Riesling Guldentaler Rosenteich. An der ganzen Tafel gab es nur eine Meinung > Lecker!
Vergleichbare Begeisterung löste der 2009er ‘GENESIS Löhrer Berg Riesling aus. Ein Genusswein, dem beim Publikum viel Aufmerksamkeit gegönnt sei!
Mit dem dann folgenden 2009er Spätburgunder Nr. 398 Langenlohnsheimer Steinchen leitete unser Maitre de Plaisier Ralph dann schon in Richtung Dessert über. Was soll man also noch sagen: Süffig, süffig, süffig … der muss in meinen Keller.

Stichwort Dessert … Waldmeistersabayon im Brikteig mit Fliederbüten-Eis … seufz … mehr davon!!! Wobei klar war, dass zum Ende natürlich ein Dessertwein dazu gehörte – eine edelsüße Spätlese, ein 2009er Kerner. Die anwesenden Damen verdrehten lustvoll die Augen … manche der begleitenden Herren aber bekamen danach das dringende Bedürfnis, doch jetzt etwas schneller zur heimischen Couch zu wanken.

Unterm Strich wieder ein interessanter Ausflug in die Berliner Arminius[Zunft]halle – kulinarisch ist Moabit so mit Sicherheit aufgewertet und auch die zur Halle gehörende, neu eröffnete ‘Zunftwirtschaft’ macht den ehemaligen Schmuddelbezirk weiter zu einem Ausflugsziel!

Vielleicht gleich an diesem Freitag zum nächsten Menue-Abend, der als Gruppentermin auch hier zu finden ist!

Weitere Informationen finden sich übrigens hier:

Zunft[werk]-Manufakturenkaufhaus – hier können Sie in ca. 14 Tagen viele Zebundus- und Zwölberich-Produkte online bestellen

Zebundus

Weingut im Zwölberich

Den kompletten Artikel finden Sie übrigens auch im XING-Zünftig-Netzwerk

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