Bernhard Ernst, geboren 1985, in einem Jahr in dem die Weingeschichte Österreichs die letzten Akkorde zu spielen schien, ist eine aussergewöhnlich dynamische Winzerpersönlichkeit. 1999 traf er eine für ihn ganz besonders wichtige Entscheidung: Die Anmeldung bei der Weinbaufachschule Eisenstadt. Während der 4-jährigen Schulausbildung kam es unter anderem zu einem Praktikum bei John Nittnaus, einem der Spitzenwinzer im Südosten Österreichs. Im selben Jahr sammelte Claus Preisinger bei John seine Erfahrungen als Kellermeister. Aber die wahrscheinlich wichtigsten Erfahrungen lehrte dem Jungwinzer Franz Schuster, Kellerwirtschaftslehrer in der Weinbaufachschule Eisenstadt.
Alle Weinberge seines Weingutes befinden sich im Mittelburgenland in Deutschkreutz. Die 5,2 Hektar liegen in den besten Lagen – vom Hochberg bis zum Steinriegel – welche unter Weinliebhabern als echte Schmuckstücke bezeichnet werden. Diese aussergewöhnlichen Terroirs besitzen alle natürlichen Voraussetzungen die für die Erzeugung einzigartiger Weine nötig sind. Die aus stark lehmhaltigem Ton bestehenden Böden ruhen auf einer kalkhaltigen Unterschicht.
Durch die Sonneneinstrahlungen, das besondere Bodengefüge der Lagen Hochberg und Goldberg und die Regulierung des Wasserhaushaltes welche die tiefe Wurzelbildung fördert, ist das Ergebnis eines sehr früh reifenden Terroir.
Das totale Gegenteil sind die Lagen Kart und Steinriegel wo Zweigelt, Cabernet Sauvignon, Welschriesling und Grüner Veltliner ihre Wurzeln haben. Diese Böden befinden sich in dem nordöstlichen Plateau von Deutschkreutz mit Blick nach Süden. Die edlen Rebsorten, deren Rebstöcke im Durchschnitt über 35 Jahre alt sind, bestehen zu 70% aus Blaufränkisch, zu 20% aus Zweigelt und 10% werden auf Cabernet Sauvignon Grüner Veltliner und Welschriesling aufgeteilt. Weitere Neuanpflanzungen sind geplant. So erfolgt die Reifung der Trauben, insbesondere des Blaufränkisch, jedes Jahr unter sehr günstigen Bedingungen. Das Terroir, das fortgeschrittene Alter der Rebstöcke, die bei der Führung des Weingutes und der Weinerzeugung angewandte Philosophie, die Anlagen … alles hier wirkt zusammen und trägt zur Herstellung herausragender, unvergleichlicher Weine bei.
Im Jahr 2005 begann Bernhard mit der Ausbildung zum Kellermeister. Im Mai 2008 wurde er nach 3-jährige Ausbildung der Titel ‘Kellermeister’ verliehen. Zur Weiterbildung absolviert er nebenbei diverse Seminare an der österreichischen Weinakademie. Um die Konkurrenz im Ausland kennen zu lernen besucht er diverse Weinregionen Europas. Im Februar 2007 startete der Jungwinzer eine Weinreise zu Frankreichs Topweingütern wie z. B. Chateau Mouton-Rothschild, Chateau La Mondotte, usw. 2008 ging die Reise nach Piemont in Italien. Weitere Reisen nach Deutschland und Kalifornien sind geplant.
Seit einigen Monaten kann man eine schöne Auswahl der authentischen Weine aus Deutschkreutz auch in der Arminiusmarkthalle/Zunft[halle) in Berlin verkosten oder sie direkt online im Zunft[werk]-Manufakturenkaufhaus bestellen.