Auch die Halle ist zur ’4. Langen Nacht des Buches’ in Moabit literarisch …

In der Zeit bis zum 20. November 2011, findet zum bereits vierten Mal die ‘Lange Nacht des Buches’ in Moabit statt. In diesem Jahr ist erstmalig auch die revitalisierte Arminiushalle dabei – mit mehreren Lesungen sowohl direkt in der Halle, als auch in der Zunft[wirtschaft]:

Los geht es am Donnerstag, 17. November 2011, um 19.00 Uhr in der gastronomisch gerade in den letzten Wochen hoch gelobten Zunft[wirtschaft] der Arminiushalle (Arminiusstr. 2 – 4, Eingang vor der Arminiushalle links).

Die bilinguale Literaturwerkstatt „Moabiter Dichter“ präsentiert ihr Buch „Schloss Moabit 2“ sowie „Deutsche und Russische Lyrik“:

Die Literaturgruppe bringt deutsche und russische Autoren zur Zusammenarbeit. Das Prinzip der Zusammenstellung ist: Alle Texte gibt es zweisprachig – auf Russisch und Deutsch. Bekannte „bilinguale“ Autoren wie Boris Schapiro, Nora Gaydukova, Maxim Dubaev, Dmitri Dragilev, Alexander Delfinov, Julia Kissina stellen im Buch die Literaturszene der russischen Diaspora in Berlin vor. Aber auch deutsche Schriftsteller und Übersetzer wie Ira Svenhagen, Ralf G. Landmesser, Hendrik Jekson beteiligten sich an den Büchern. Gelesen werden lustige und interessante Geschichten und Gedichte über Berlin. Aber es gibt auch einen zweiten Teil: „Deutsche und Russische Lyrik“. Alle Texte werden in den zwei Sprachen gelesen.

Fortsetzung ist dann am Freitag, 18. November 2011, um 17.00 Uhr, im Zunft[werk] Manufakturenkaufhaus der Arminiushalle mit einer Lesung von Andrea Hanna Hünninger. Die Autorin liest aus ihrem Buch ‘Das Paradies‘:

Die Geschichte einer Kindheit im Ostdeutschland der 90er-Jahre – ihrer Generation, die zwischen den Idealen der Eltern und Verheißungen eines neuen Landes steht.

Das Portrait einer Generation, die die DDR nur aus der Erinnerung der Eltern kennt. Andrea Hanna Hünniger erzählt von einem Land, das die Deutsche Einheit wie ein Kahlschlag, ein Raubzug, eine Brandrodung trifft.

Die Autorin widmet sich dabei einem Thema, das sicherlich bis in die heutigen Tage nichts an Aktualität verloren hat und bei dem gerade auch ein jüngeres Publikum Eindrücke gewinnen kann, die langsam, aber sicher verloren gehen.

Danach geht es am Freitag, 18. November 2011 ebenfalls im Zunft[werk] Manufakturenkaufhaus mit dem Autor Claudius Crönert weiter. Bei ihm steht eine Lesung aus dem Buch ‘Das Kreuz der Hugenotten‘ an:

Berlin um 1700. Die Stimmung zwischen eingewanderten französischen Calvinisten und deutschen Lutheranern ist angespannt, denn beide Gruppen müssen sich eine enge Kirche teilen. Der Handschuhmacher Paul Deschamps und seine Landsleute planen daher ein eigenes Gotteshaus. Kurfürst Friedrich stimmt dem Bau zu und gewährt auch der deutschen Gemeinde einen neuen prächtigen Dom direkt gegenüber dem Französischen Dom. Zwischen den beiden Kirchen soll eine Gendarmenkaserne entstehen, die dem Platz seinen Namen gibt. Doch während des Baus stürzt der Deutsche Dom ein und der Mob wendet sich gegen den Hugenotten Paul.

Die Hugenotten sind gerade auch in Berlin mit ihrem Einfluss auf die Geschichte der Stadt erlebbar. Der Autor Claudius Crönert vermittelt so in literarischer Form auch einen geschichtlichen Streifzug, der einen ganz besonderen Reiz hat.

Der Vorlesebereich für diese beiden Lesungen ist jeweils im hinteren Bereich des Zunft[werk] Manufakturenkaufhaus – möbliert mit alten Möbeln und mal hart, mal weich gepolstert – mal Stuhl, mal Omas Sofa.

Um 19.00 Uhr (Freitag, 18. November 2011) geht es dann musikalisch-literarisch in der Zunft[wirtschaft] (Arminiusstr. 2 – 4, Eingang vor der Arminiushalle links) weiter:

Die Autorin Mathilde Zeidler liest – am Klavier begleitet von Swetlana Antropowa – aus ihrem Buch „28 Berliner Liebesgeschichten – vom Mauerbau bis Mauerfall“:

Die Liebe hat zahlreiche Facetten und stellt sich in verschiedenen Formen dar. Mathilde Zeidlers Liebesgeschichten spielen im geteilten Berlin, was ihnen zusätzliche Brisanz gibt. An keinem Ort der Erde wurden Liebende, Verwandte, Freunde von einem Tag auf den anderen so radikal getrennt und nirgends war der Drang der Menschen so stark, die bestgesicherte Grenze zu überwinden und zueinander zu finden.

Die Arminiushalle liegt direkt hinter dem Rathaus Tiergarten (Busstationen vor dem Rathaus, U-Bahnstation Turmstraße 2 Minuten entfernt).

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